21.09.2026

KI-Skillmatrix: Welche Rollen und Kompetenzen braucht meine Organisation?

Text auf Hintergrund: KI Skill-Matrix

Wenn Organisationen KI einführen und nutzen, dann ergibt es Sinn, zu hinterfragen, welche Rollen im Unternehmen welche KI-Skills benötigen: Welche KI-Kompetenzen braucht eine Product Ownerin, ein Scrum Master oder eine Person in der Fachabteilung? Wie viel Aufmerksamkeit verdienen neue Tools und Methoden und von welchen Rollen?

In diesem Beitrag geht es nicht darum, diese Fragen zu beantworten. Stattdessen möchte ich zeigen, wie wir bei viadee spark mit einer KI-Kompetenzmatrix diese Fragen für uns selbst beantwortet haben. Wir stellen die Methode vor, zeigen, wie eine solche Matrix aufgebaut sein kann, und erläutern, welchen Nutzen eine konkrete Auseinandersetzung mit Rollen und KI-Kompetenzen Organisationen bietet.

Wenn Organisationen KI einführen und nutzen, dann ergibt es Sinn, zu hinterfragen, welche Rollen im Unternehmen welche KI-Skills benötigen: Welche KI-Kompetenzen braucht eine Product Ownerin, ein Scrum Master oder eine Person in der Fachabteilung? Wie viel Aufmerksamkeit verdienen neue Tools und Methoden und von welchen Rollen?

In diesem Beitrag geht es nicht darum, diese Fragen zu beantworten. Stattdessen möchte ich zeigen, wie wir bei viadee spark mit einer KI-Kompetenzmatrix diese Fragen für uns selbst beantwortet haben. Wir stellen die Methode vor, zeigen, wie eine solche Matrix aufgebaut sein kann, und erläutern, welchen Nutzen eine konkrete Auseinandersetzung mit Rollen und KI-Kompetenzen Organisationen bietet.

Warum eine KI-Kompetenzmatrix?

Die kurze Antwort lautet: Eine KI-Kompetenzmatrix schafft Orientierung.

Sie macht sichtbar,

  • welche KI-Kompetenzen es überhaupt gibt,
  • welche KI-Kompetenzen für bestimmte Rollen relevant sind,
  • welches Kompetenzniveau für die jeweilige Rolle sinnvoll erscheint und
  • bei welchen Themen es völlig in Ordnung ist, nicht auf dem neuesten Stand zu sein.

Damit schafft sie einen gemeinsamen Bezugsrahmen. Sie hilft dabei, Erwartungen zu klären, gezielte Lernbedarfe zu erkennen und dazu passende Angebote zu schaffen.

Wie wir die Matrix erstellt haben

Für unseren Bereich Organisationsentwicklung haben wir zunächst typische Rollen zum Beispiel Agile Coach, Product Owner und Scrum Master sowie relevante Kompetenzfelder gesammelt. Dazu gehören unter anderem Prompt Engineering, KI-Governance und Code-Generierung.
Auf dieser Grundlage ist eine Matrix entstanden, in der wir für jede Rolle das empfohlene Kompetenzniveau festgelegt haben. Dabei ging es nicht darum, möglichst viele Kompetenzen möglichst hoch zu bewerten. Im Mittelpunkt stand vielmehr die Frage:

Welche KI-Kompetenzen braucht eine Person in dieser Rolle, um ihre Aufgaben sinnvoll und zukunftsfähig wahrzunehmen?

Die Matrix ist bewusst keine klassische Skillmatrix, in der Teammitglieder und Kompetenzen gegenübergestellt werden. Es geht nicht darum zu erkennen, bei welchen Themen zu wenige oder gar niemand im Team über Wissen verfügt, sondern ausschließlich um die Anforderungen einzelner Rollen.

Wir unterscheiden vier Stufen:

  • nicht erforderlich: Für die Rolle ist kein Wissen in diesem Bereich erforderlich.
  • Bewusst: Die Kompetenz und ihre Bedeutung sind bekannt.
  • Praktiker:in: Die Kompetenz kann selbstständig im Arbeitsalltag angewendet werden.
  • Expert:in: Andere können zu diesem Thema geschult und neue Anwendungsfälle entwickelt werden.

Für die Erstellung der Matrix empfehlen wir, mindestens eine Person mit hoher praktischer KI-Kompetenz einzubeziehen. Gleichzeitig sollte für jede betrachtete Rolle ausreichend fachliche Expertise vertreten sein. Dabei muss nicht jede Rolle durch eine eigene Person repräsentiert werden: Auch eine Führungskraft oder eine Person mit Erfahrung in mehreren Rollen kann die entsprechende Perspektive einbringen.

Ein Beispiel:

Unsere Matrix zeigt beispielhaft die Rollen und Kompetenzfelder, mit denen wir gearbeitet haben. Die konkreten Kompetenzniveaus haben wir in der Darstellung bewusst nicht eingetragen, da diese von den jeweiligen Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Rahmenbedingungen eines Unternehmens abhängen.

Bei uns ist beispielsweise die Kompetenz datengestützte Entscheidungsfindung für Product Owner:innen besonders relevant, während für Scrum Master:innen zunächst ein grundlegendes Verständnis der Kompetenz und ihrer Bedeutung ausreicht. Die konkrete Einstufung kann in anderen Organisationen jedoch anders ausfallen.

Wie die Matrix genutzt werden kann

Die Matrix dient als gemeinsame Orientierung. Einzelne Personen können sie nutzen, um die Anforderungen ihrer Rolle zu reflektieren und den eigenen Entwicklungsstand einzuschätzen. Dabei helfen Fragen wie:

  • Welche Kompetenzen sind für die eigene Rolle besonders relevant?
  • In welchen Bereichen entspricht das eigene Wissen bereits dem empfohlenen Niveau?
  • In welchen Bereichen ist eine Weiterentwicklung sinnvoll?
  • Welche Möglichkeiten bietet das vorhandene Weiterbildungsangebot?

Diese Einschätzung kann selbstständig erfolgen oder gemeinsam mit einer personalverantwortlichen Person besprochen werden. Entscheidend ist, dass die Matrix als Gesprächs- und Entwicklungsinstrument verstanden wird. Dabei geht es ausdrücklich nicht um Kontrolle oder Bewertung.

Die Matrix weiterentwickeln

KI entwickelt sich schnell. Gleichzeitig verändern sich Rollen und Aufgaben. Dadurch entstehen Änderungen in der Matrix: Neue Kompetenzen kommen hinzu, manche werden für bestimmte Rollen relevanter, für andere weniger relevant.

Wir verstehen die Matrix deshalb als Arbeitsinstrument, das regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Neue Erfahrungen aus der Praxis, veränderte Rollenprofile und technologische Entwicklungen fließen in die Überarbeitung ein. So bleibt die Matrix anschlussfähig und unterstützt Menschen dabei, ihre Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und KI in ihrer Rolle wirksam einzusetzen.

Vorlage KI-Kompetenzmatrix zum Download

KI Skillmatrix By Viadee Spark

Eine Vorlage für die KI-Kompetenzmatrix finden Sie hier zum Download.

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Autor:Innen

Dr. Kay Hildebrand

Dr. Kay Hildebrand hat viele Jahre Erfahrungen mit Agilität und Führung gesammelt. Seine aktuellen Schwerpunkte liegen im Bereich Innovationsmanagement, Strategieprozesse und New Work.

Alina Stindt

Alina Stindt ist seit 2024 Werkstudentin bei der viadee. Sie ist in der Organisationsentwicklung sowie der Business Analyse tätig und ist Teil des Teams der Agile Toolbox.

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